Deutsche Fortsetzungen

Die besten Geschichten schreibt das Leben – und die hier muss ich kurz erzählen.

Der Oboist Johannes Filip Fleischer – genannt Fips – aus Sachsen wurde als amerikanischer Kriegsgefangener aufgefordert eine Jazzband für die US-Casinos und -Clubs aufzubauen. Nach dem Krieg arbeitet er im Tanzorchester des Rundfunksenders Leipzig unter Kurt Henkels. In den Jahren nach 1957 baute er sein eigenes Orchester Fips Fleischer auf und gastierte hauptsächlich in Westdeutschland und Europa. Kurz nach dem Mauerbau im August 1961 spielte er in Berlin den Fip’s Blues von Manfred Pieper ein – Prädikat extrem groovig.

Zurück in Leipzig, wollte ihn zunächst in der DDR keiner hören, weil er ja beim Klassenfeind gespielt hatte! Das gleiche Muster wie 1933 bis 1945 – halt in rot.

Mit Unterhaltungsmusik kam er dann doch beim DDR-Fernsehen unter.

Möchte euch auf dem SwingFloor auch den Fip’s Blues nicht vorenthalten.

Swingige Grüsse
DJ SoundScout

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